KI-Verordnung trifft Schulen: Was Sekretariate ueber die neuen Pflichten wissen muessen
Die europaeische KI-Verordnung stellt Schulen ab August 2026 vor neue Pflichten. Wir ergaenzen die Analyse von dr-datenschutz.de mit konkreten Handlungsschritten fuer den Schulalltag.
KI-Verordnung trifft Schulen: Was Sekretariate ueber die neuen Pflichten wissen muessen
Der Fachbeitrag auf dr-datenschutz.de beleuchtet eine wichtige Entwicklung: Die europaeische KI-Verordnung (AI Act) verpflichtet Schulen ab August 2026 dazu, als Betreiber von KI-Systemen ausreichende Kompetenz sicherzustellen. Bereits seit Februar 2025 besteht eine Pflicht zur KI-Kompetenz fuer Lehrkraefte und Lernende. Wir ordnen ein.
Die Kernthesen von dr-datenschutz.de
Der Fachartikel macht auf drei wesentliche Entwicklungen aufmerksam:
- KI-Verordnung als neue Rechtsschicht: Neben DSGVO und Schulgesetz muessen Schulen ab August 2026 auch die Anforderungen der europaeischen KI-Verordnung erfuellen, sobald sie KI-Systeme einsetzen.
- KI-Kompetenz ist Pflicht: Schulen muessen sicherstellen, dass alle Personen, die mit KI-Systemen arbeiten, ueber ausreichende Kompetenzen verfuegen. Dies betrifft Lehrkraefte, aber auch Verwaltungspersonal.
- Messenger und Cloud unter der Lupe: Auch bei klassischen digitalen Werkzeugen wie Messenger-Apps und Cloud-Diensten mahnt der Artikel zur sorgfaeltigen datenschutzrechtlichen Pruefung.
Unsere Einschaetzung: Wichtige Ergaenzung fuer den Schulalltag
Wir ergaenzen die Analyse von dr-datenschutz.de um einen zentralen Aspekt: Die KI-Verordnung betrifft nicht nur den Unterricht, sondern auch das Schulsekretariat.
Denn KI-gestuetzte Software haelt laengst Einzug in die Schulverwaltung: automatische Texterkennung bei eingescannten Dokumenten, intelligente Suchfunktionen in Schuelerakten oder Chatbots fuer Elternanfragen. All diese Funktionen fallen potenziell unter die KI-Verordnung.
Was der Fachartikel nicht explizit anspricht: Das Sekretariat ist in vielen Schulen die Stelle, die neue Software als Erste einfuehrt und taeglich nutzt. Deshalb muessen gerade Sekretariatskraefte in KI-Kompetenz geschult werden – nicht nur Lehrkraefte.
Was die KI-Verordnung fuer Schulen konkret bedeutet
Die KI-Verordnung unterscheidet verschiedene Risikostufen. Fuer Schulen sind besonders relevant:
- Hochrisiko-KI-Systeme: Systeme, die in der Bildung eingesetzt werden und ueber Zugang, Zulassung oder Leistungsbewertung entscheiden, gelten als hochriskant. Beispiel: Ein System, das automatisch Noten vorschlaegt oder Schueler fuer Foerderprogramme auswaehlt.
- KI mit begrenztem Risiko: Chatbots und automatische Texterkennung muessen transparent gekennzeichnet sein. Nutzer muessen wissen, dass sie mit einer KI interagieren.
- KI-Kompetenzpflicht: Alle Personen, die KI-Systeme betreiben oder nutzen, muessen geschult sein. Die Schulleitung ist verantwortlich fuer die Umsetzung.
Praxistipps fuer Schulen und Sekretariate
- KI-Inventar erstellen: Listen Sie alle Software auf, die in Ihrer Schule eingesetzt wird, und pruefen Sie, welche KI-Funktionen enthalten sind. Viele Verwaltungsloesungen nutzen bereits KI, ohne dass es offensichtlich ist.
- Risikobewertung durchfuehren: Klassifizieren Sie die identifizierten KI-Systeme nach den Risikostufen der KI-Verordnung. Hochrisiko-Systeme erfordern besondere Dokumentation und Ueberwachung.
- Schulungsplan aufstellen: Planen Sie KI-Schulungen nicht nur fuer Lehrkraefte, sondern auch fuer das Sekretariat und die Schulleitung. Die Pflicht zur KI-Kompetenz gilt fuer alle Betreiber.
- Transparenzhinweise einfuehren: Wenn Ihre Schule Chatbots oder automatisierte Kommunikation einsetzt, muessen Sie dies gegenueber Eltern und Schuelern transparent machen.
- Anbieter befragen: Fordern Sie von Ihren Software-Anbietern eine schriftliche Auskunft darueber, welche KI-Funktionen in ihren Produkten enthalten sind und wie diese die Anforderungen der KI-Verordnung erfuellen.
Zeitplan: Was bis wann umgesetzt sein muss
Die KI-Verordnung tritt stufenweise in Kraft:
- Seit Februar 2025: Pflicht zur KI-Kompetenz fuer alle, die KI-Systeme nutzen oder betreiben
- Ab August 2026: Vollstaendige Anwendbarkeit der KI-Verordnung, einschliesslich der Regeln fuer Hochrisiko-KI-Systeme in der Bildung
Das bedeutet: Schulen haben noch wenige Monate Zeit, um sich vorzubereiten. Die KI-Kompetenzpflicht gilt jedoch bereits jetzt.
Der Zusammenhang mit DSGVO und Schulgesetz
Die KI-Verordnung ersetzt weder die DSGVO noch das Schulgesetz – sie ergaenzt sie. Schulen muessen also kuenftig drei Rechtsschichten beachten:
- Schulgesetz des Bundeslandes: Definiert, welche Daten erhoben werden duerfen und wer Zugriff hat.
- DSGVO: Regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten, einschliesslich Auftragsverarbeitung und Betroffenenrechte.
- KI-Verordnung: Stellt zusaetzliche Anforderungen an Transparenz, Risikomanagement und Kompetenz beim Einsatz von KI.
Fazit: Jetzt handeln, nicht abwarten
Die KI-Verordnung ist keine ferne Zukunftsmusik – die Kompetenzpflicht gilt bereits. Schulen, die jetzt ein KI-Inventar erstellen und Schulungen planen, sind gut aufgestellt. Wer erst im Sommer 2026 beginnt, riskiert Rechtsverstoesse.
AIxion Systems unterstuetzt Schulen mit transparenten, KI-Verordnung-konformen Loesungen fuer die Schulverwaltung. Alle KI-Funktionen sind dokumentiert und datenschutzrechtlich geprueft. Mehr erfahren auf schul-sync.de.